Die Einwohnerschaft setzte sich 1843 aus 12 Hüfnern, 5 Häuslern, 5 Ökonomen, 4 Ta­gelöh­nern, 3 Schuhflickern, 2 Zimmer­- gesellen und je einem Schneidermeister, Schmie­de­meister, Müller, Brotbäcker, Hutmann, Auszügler, Maurergesellen, Fleischermeister und Gartenarbeiter zusammen. Dies sollte sich in den darauffolgenden Jahren rasch ändern. Mit der Er­richtung des Schlobachschen Furnierschneidewerkes im Jahr 1846 begann die industrielle Geschichte des Ortes und führte zu einem schnellen Wachstum der Einwohnerschaft.

Das Bächlein »Biela« stellte die natürliche Grenze zwischen den beiden Ortschaften Böhlitz und Ehrenberg dar. Bis zum Jahr 1839 waren die beiden Dörfer eigenständig, ehe sie sich am 23. April zu einer Gemeinde zusammenschlossen. Die »Biela« ist Sinnbild für das Verschmelzen von Böhlitz und Ehrenberg. Der Bach verschwand für sehr lange Zeit fast völlig unter der Erde, über ihm entstanden neue Straßen und Siedlungen. Nur der Name der »Bielastraße« erinnerte noch an den Wasserlauf. Erst nach der politischen Wende wurde ein kleiner Teil des Bächleins beim Waldmeister-Gebäude wieder ans Licht geholt.

Wer sich für die Geschichte Böhlitz-Ehrenbergs interessiert, dem sei der Förderverein Ortsgeschichte Böhlitz-Ehrenberg e. V. empfohlen, der im Vereinshaus Südstraße 10 ein Heimatmuseum mit vielen Exponaten unterhält. Dieses Museum ist jeden Dienstag von 15.00 bis 18.00 für alle Interessierten geöffnet.

Wer die Ortsgeschichte Böhlitz-Ehrenbergs ganz bequem von zu Hause aus erkunden möchte, dem seien die "Böhlitzer Hefte" der Kolb & Achtner Werbeagentur & Verlag GbR ans Herz gelegt. Diese liebevoll gestalteten Publikationen geben in Wort und in Bild interessante Informationen zu Böhlitz-Ehrenberg und Umgebung.

»Belitza«, so der frü­here Name des Dor­fes Böhlitz, wurde erstmalig in einer Urkunde des Petersklosters zu Mer­seburg er­wähnt, die aus dem Jahr 1091 stammt. »Irrenberg« da­gegen wurde erst 1285 genannt. Böhlitz bestand ebenso wie Ehrenberg hauptsächlich aus Bauerngütern. Häufigste Bauform der Güter war der Dreiseitenhof. Dabei standen sich Wohnhaus und Stallgebäude gegenüber und die zugehörige Scheune stand quer zu ihnen. Eine meist steinerne Mauer schloss das Gehöft zur Straße hin ab. Bei der Vereinigung der beiden Dörfer im Jahre 1839 war Böhlitz größer, hatte mehr Häuser und Einwohner als Ehrenberg. Außerdem war es bedeutender, was auch auf den Standort der Mühle in Böhlitz zurückzuführen ist. Die Mühle gilt gleichzeitig als Ausgangspunkt für die Industrialisierung. Die alte dörfliche Struktur zeigt sich auch heute noch in der »Auenstraße«.

Bis um 1880 war Böhlitz-Ehrenberg ein einfaches, landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Im Jahre 1840 umfasste die Flur von Böhlitz und von Ehrenberg 507 Acker und 243 Quadratruten*. Darin waren ca. 368 Acker Felder, 67 Acker Wiesen, 35 Acker Wald, 15 Acker Wege, 13 Acker Gärten, 3 Acker Weiden und 1,5 Acker Teiche enthalten.

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